App Marketing – Product is King!

Price, Promotion, Place and Product, das sind die vier berühmten Komponten des Marketing Mixes. Meiner Meinung nach spielt gerade im App Marketing die Produktkomponente die entscheidende Rolle. Manche denken sich vielleicht, dass ich hier auf dem Holzweg bin. Für viele Marketingexperten steht die Dynamik der ASO (App Store Optimization) an erster Stelle. Das ist auch richtig so, denn ist eine App gut eingestellt, dann ist der Hebeleffekt auf den Erfolg enorm. Das sehe ich ganz genauso.

Quelle: Sascha E. Gaul  / pixelio.de
Quelle: Sascha E. Gaul / pixelio.de

Co-Abhängigkeit von ASO und Produkt

Dennoch darf man eines nicht vergessen: gute Keywords, Name, passender Beschreibungstext und verständliche Produkt-Screenshots sind verhältnismäßig schnell ausgewählt, wenn man sich gründlich in die ASO Thematik eingelesen hat. Deswegen bleibe dabei, ASO läuft für mich unter kurfristiger und Product (Development) unter langfristiger Mechanik. Die Herangehensweise, wie man die Weiterentwicklung der App vorantreibt, ist für mich die Basis. Stimmt diese nicht, dann wird es schwierig mit allen anderen Faktoren.

Product is King!

content is king“  das ist die goldene Regel im Social Media Bereich. Im App Marketing könnte es „product is king“ heißen. Die App Stores, egal ob iTunes oder Google Play, haben clevere Vorschriften, was die Platzierung im Ranking betrifft. Egal wie viel Marketing Budget verfügbar ist, langfristig kann sich die App nur eine Top-Platzierung ergattern, wenn die Anwendung sehr regelmäßig genutzt wird.

Sprich, wenn im Rahmen einer sogenannten Push-Kampagne unzählige Downloads generiert werden und die App unter eine der besagten Top 20 oder sogar Top 10 Platzierungen landet, dann ist das keine Garantie für immer. Bleibt die Nutzung der Anwendung aus und sie ‚vergammelt‘ auf den Smartphones, dann verschwindet die Applikation ganz schnell wieder in der Versenkung. Ist sie jedoch gut und bietet einen Mehrwert, kommen Nutzer gerne wieder und vergeben gute Bewertungen, was eine konstante Platzierung im App Store zur Folge hat. Im Umkehrschluss verdeutlicht es, wenn das Produkt nicht gut ist, dem Nutzer auf Dauer keinen Vorteil liefert, dann wird es auch der beste ASO Experte nicht schaffen, die App in den Top 10 zu halten.

App Store Analytics – Spaß mit Zahlen

Quelle: Tim Reckmann  / pixelio.de
Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de

Was Google Analytics für Blogger ist, das sind App Analytic Tools für App Marketer. Zur Erklärung: Hierbei handelt es sich um Analyse Tools, mit der sich das komplette Nutzervehalten innerhalb der App analysieren lässt. Beispiele können sein: Wie lange sind sie aktiv, welche Produkte kaufen sie am meisten, wie oft stürzt die App ab und vieles mehr.

Ich liebe solche Tools. Ich hasse nichts mehr, wie wenn ich im Dunkeln tappen muss und nur Vermutungen anstellen kann. Durch eine solche Plattform kann ich meine Thesen belegen sowie Nutzer verstehen. Es gibt so viele unterschiedliche Apps und die verschiedensten Gründe, warum es noch Optimierungsbedarf gibt. Nehmen wir ein fiktives Beispiel. Ich plane gerade meinen Urlaub und suche noch das passende Hotel. Im App Store wähle ich einen Anbieter. Wenn ich Land, Ort und Zeitraum eingegeben habe, dann sehe ich nur Empfehlungen für einen völlig anderen Zeitraum. Oder beim Ansehen der Hotelbilder finde ich nicht mehr zurück zum ausgewählten Hotel, sondern lande immer wieder auf der Startseite, dann werde ich das genau noch einmal versuchen, passiert es dann erneut, werde ich diese App nie wieder benützen. So etwas ist einfach nur nervig! Mit der Einstellung bin ich auch nicht alleine. Empfindet der Nutzer einen Vorgang als anstrengend, dann wird er die Nutzung nicht fortführen.

Verwendet nun der App Anbieter ein App Analytic Tool, dann wird er recht schnell sehen, dass seine Nutzer schon nach sehr kurzer Zeit den Vorgang abrechen und es nicht bis zum Warenkorb schaffen. Eine mangelhafte User Experience macht sich meistens nicht nur in einer Kennzahl sichtbar. In diesem Fall wäre zum Beispiel eine Kombination aus hoher Absprungrate, nicht wiederkehrenden Nutzern, kurze Verweildauer, schlechten Bewertungen im App Store und nicht vorhandenen Buchungen möglich.

Ich empfehle eine monatliche Auswertung, somit kann auch nach Updates nachvollzogen werden, was sich verändert hat und es lässt sich sehr schnell eine Tendenz ableiten, welche Änderung Verbesserungen bringen und wo noch optimiert werden kann.

Genau dann geht die Arbeit erst richtig los. Wie setzen wir die Ergebnisse um? Welche technischen Restriktionen gibt es? Gibt es inhouse die nötige Erfahrung, Möglichkeiten sowie Ressourcen? Und bis wann können wir es überhaupt realisieren?

Wer sich gerne mit den App Analytic Tools intensiver auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich, sich ein paar Demo Versionen anzuschauen. Zwei tolle Berichte dazu gibt es auf woorank sowie auf  moby affliates mit einer kurzen Zusammenfassung, der einzelnen Plattformen.

Welche Tools benutzt ihr so? Kann man sich tatsächlich auch mit kostenlosen Plattformen behelfen? Freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen. 🙂

 

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